Archiv der Kategorie: NS-Architektur 1933-45

Architektur 1933-45 – Mehr unter www.bauzeugen.de

Abriss

Vielleicht bin ein Nostalgiker, vielleicht kann ich aber auch nur mit moderner Architektur meistens nicht viel anfangen. Der Abriss des markanten ‚Kopfbaus‘ (1935) der ehemaligen Hauptpost am Nürnberger Bahnhof stimmt mich auf jeden Fall nicht unbedingt fröhlich. Wieder ein interessantes, markantes Gebäude dass mal wieder langweiliger ‚Schießschartenarchitektur‘ weichen muss. Der alte Rundbau (1924 fertiggestellt) soll  zumindest rudimentär erhalten bleiben – wenigstens etwas.

Was bleibt ist eine kleine Dokumentation des Abrisses.
Einige Infos zum Gebäude gibts hier – Bauzeugen –

Gedenkstätte Flossenbürg/Oberpfalz

Meinen mittlerweile vierten Besuch in der Gedenkstätte seit 2002 habe ich natürlich auch dieses Jahr wieder fotografisch festgehalten. Die bisherigen Fotos und Informationen zum Ort kann man unter dem Link:

http://www.bauzeugen.de/flossenbuerg.html

anschauen. Die Seite wird gerade ‚relaunched‘, aktuelle Fotos und Informationen von 2014 werden dort dann natürlich auch wieder Einzug halten.

IMG_0058

IMG_0036

Eingangstür der Gedächtniskapelle (1946)

IMG_0001

Jüdische Gedenkstätte, Innenraum

IMG_0003

Jüdische Gedenkstätte, Eingangstür

IMG_0008

Jüdische Gedenkstätte des Israelitischen Landesverbandes von 1995, Architekten: Kunnert & Würschinger.

IMG_0241

Die Ursprünge der Burg Flossenbürg gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück.

IMG_0171

Die Werkstätten und Handwerkshäuser am Steinbruch sind dem Verfall preisgegeben.

Einmal quer durch die deutsche Geschichte…

Photos ©2013 by Arne Marenda

Kennzeichungen von Luftschutzräumen und Notausstiegen

1940 wurden Hausseigentümer in Nürnberg aufgefordert Maßnahmen zum Luftschutz zu treffen. Es wurden in den Kellern Mauerndurchbrüche zu den Nachbarkellern geschaffen, Fenster wurden zubetoniert, Holztüren durch Eisentüren ersetzt und zusätzliche Stützen in den Kellerräumen angebracht sowie mussten Gerätschaften zum Brandschutz in den Räumlichkeiten vorhanden sein.

Zur Kennzeichnung der Lufschutzräume wurden an den Außenfassaden weiße Markierungen angebracht, die auf Luftschutzräume (LSR) und Notausstiege (NA) hinwiesen. Die Markierungen mussten bis zum 1. Stock reichen, damit die Hilfsmannschaften in der Lage waren die Schutzräume ausfindig zu machen. Leider verschwinden durch die fortschreitende Altbausanierung diese Kennzeichnungen immer mehr aus dem Stadtbild. In einigen Stadteilen sind vereinzelt noch Markierungen erkennbar  (z. B. Nordstadt, St. Johannis, Gostenhof, Südstadt)
Quelle: bauzeugen.de

Laufertor Bunker

In der ersten Woche des neuen Jahres 2012 hatten die Nürnberger Bürger die seltene Gelegenheit einen Bunker im weit verzweigten Nürnberger Stollensystem zu besichtigen.
Diesmal präsentiere der ‚Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V. ‚ den Laufertor Bunker in der Nähe des Rathenauplatzes. Viele hundert Bürger zeigten sich interessiert und stiegen in den Nürnberger Untergrund.

Traditionell werden ab dem 2. Januar 1945 zum Gedenken an die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg Führungen durch div. Bunker angeboten.

Der ehemalige Brauereikeller (vermutlich aus dem 19. Jhdt.), würde erst 1943 von ukrainischen Zwangsarbeitern zum Bunker ausgebaut. Hierbei wurden zum Teil Backsteine verwendet, die ursprünglich für die Großbaustelle Kongresshalle beim Reichsparteitagsgelände am Dutzendteich vorgesehen waren.
Die Bauarbeiten an dem Gebäude waren 1940 weitgehend eingestellt worden.

Der tiefsten Stellen der Anlage befinden sich ca. 13m tief unter der Oberfläche und konnte ca. 2-3.000 Menschen Schutz bieten. Interessant ist die Tatsache, dass die Stadt Nürnberg selbst Büros in dem weitverzweigten, ca. 25.000qm großen Tunnelsystem unterhielt. Hier waren Büros der Stadtwerke untergebracht, die die Versorgung der Bevölkerung mit Gas, Strom- und Wasserleitungen regeln sollten, die nach Bombenangriffen beschädigt wurden. Eine weitere Besonderheit ist der ca. 40m tiefe ‚Notbrunnen‘ mit dem damals fast fertiggestellten Rohnetzsystem. Dies würde erst nach 1945 weiter ausgebaut und fertiggestellt und ist heute im Falle eines Katastrophenfalls einsatzbereit zur Notversorgung.

Von außen weisen lediglich einige Lüftungsschächte unweit des Läufer Tor Turms auf das unterirdische Bunkersystem hin. Der Zugang gestaltet sich eher unspektakulär.

Fotos © by Arne Marenda